Einträge vom November 2009

EIN BESONDERER KALENDER

Erotisierende Särge

30.11.2009 · 6 Kommentare

Der polnische Sarghersteller Lindner ist mit seinem Kalender für 2010 „Frauen und Särge“ das Tabuthema Tod angegangen, und hat Vergänglichkeit mit Erotik konfrontiert. Der Sarg als Lustobjekt löste in Polen eine gesellschaftliche Diskussion aus, rückte aber auch die Produkte der Firma in den Blickwinkel der Öffentlichkeit. Neue Wege der Sargwerbung in Zeiten fortschreitender Feuerbestattung.
Sowohl Tod […]

EINSCHULUNGSUNTERSUCHUNG

Der verkannte Knopf

23.11.2009 · 5 Kommentare

Die Schulärztin auf dem Gesundheitsamt testet meinen Sohn durch. Schließlich soll er nächstes Jahr in die Grundschule kommen. Gerade legt sie ihm einzelne Bilder vor. Eine Zeichnung zeigt einen überdimensionierten, altmodischen, an den Rändern wulstigen Knopf.
„Was ist das?“, fragt die Medizinerin meinen Jungen. „Das ist eine Schweineleber“, kommt es daraufhin wie aus der Pistole geschossen. […]

TEILEN UND MEHR

Nachgedanken zu Sankt Martin

18.11.2009 · Keine Kommentare

Mein kleiner Sohn steht noch unter dem Eindruck des Martinsgeschehens und ist nach seinem Mitwirken beim Martinsspiel von der Botschaft des Teilens beseelt. Er schlägt uns beim Abendbrot vor: „Wir schicken in die armen Länder Geld, Essen, Kleider – und eine Blume“.
Unwillkürlich muss ich dabei an die Begegnung des deutschen Schriftstellers Rainer Maria Rilke mit […]

PROFESSIONELLE HILFE

Sicherheitsfenster

15.11.2009 · 2 Kommentare

Mein kleiner Sohn führt mich zum Fenster im Schlafzimmer. Auf der Fensterbank liegen in einer Reihe eine Plastikskulptur, die einen Hufschmied bei der Arbeit zeigt; ein Spielzeugrevolver, eine Kanone vom Lego-Duplo-Piratenschiff, ein weißes Playmobil-Männchen, ein Kompass, ein Polizei-Blaulicht von Lego, eine orangene Warnlampe (Playmobil?), wieder ein Blaulicht und zuletzt eine züngelnde, gelbe Plastikschlange mit schwarzen […]

IM SANGIHE-TALAUD-ARCHIPEL

Der schwankende Weg nach Tahuna (Teil 3)

05.11.2009 · 3 Kommentare

Nachmittags möchte ich Geld umtauschen. Die großen indonesischen Banken sind zwar mit ihren Filialen in der Verwaltungsstadt Tahuna vertreten, aber keine sieht sich in der Lage, Euros zu wechseln. Nur Dollars wollen sie haben, die ich aber nicht besitze. Und Manado ist weit weg. Edy, Schwiegervater Uske und ich machen daraufhin in unserer Pension Kassensturz. […]